WRATHBLADE

Schreibt euch die Finger wund ĂĽber das groĂźe Thema "Metal" - ĂĽber neue Platten, neue Bands, Konzerte etc.

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Re: WRATHBLADE - Debut album (2011)

Beitragvon Acrylator » 29. März 2012, 17:35

Cimmerer hat geschrieben:
Siebi hat geschrieben:Ähm, so philosophisch wollte ich das gar nicht beleuchten. Wollte nur fragen, was nostalgische und parodistische Bands sind und wie man die von den Ernsten unterscheiden kann. An was macht der Meister aus Partanum das fest? Ich frag' ihn das mal persönlich bei einem Tegernsser oder zwei.



Solche Themen, wie im Übrigen eigentlich auch alle anderen, vertieft man in der Tat am besten persönlich bei ein paar Tegernseer. Dennoch hier auch noch eine kurze Antwort, damit es auch ein jeder mitkriegt:

Für mich gehört zum klassischen oder tradtionellen Heavy Metal die kompromisslose und radikale Umsetzung einer künstlerischen Vision. Wenn ich mir viele heutige Bands anschaue, dann stelle ich da leider meist nur ein minderwertiges Kopieren von bereits Vorhandenem fest. Das ist keine Kunst, das ist Malen nach Zahlen und nicht mehr. Wenn die Protagonisten sich dann auch noch im 80er Jahre Outfit mit einstudierten Posen aus eben jener Zeit präsentieren, dann bleiben eigentlich nur die Schlussfolgerung, dass sich diese völlig in die geistige Umnachtung verabschieded haben oder dass es sich um Karnevalisten oder bestenfalls Parodisten handelt. Heavy Metal hat stand bzw. solle auch heute immer noch für Unangepasstheit sowie eine gewisse Grenzüberschreitung stehen, vor diesem Hintergrund sind doch Nostalgietruppen wie Steelwing oder Enforcer, die brav bis hin zum letzten Komma den Stil der 80er imitieren völlig grotesk.

Auf der anderen Seite haben wir halt eine Band wie Pharaoh. Da sind auch die Einflüsse von Iron Maiden, Priest oder Omen klar zu erkennen und dennoch klingt das ganze immer nur nach einer Band: Pharaoh. Da klingt nichts angestaubt und bemüht, das ist einfach Heavy Metal wie er sein sollte. Modern könnte man das ganze gar nennen, wäre dieser Begriff nicht zum Schimpfwort degradiert worden. Da habe ich eine Band die ihre ganz eigene Stimme gefunden hat, hinter deren Musik ein Konzept erkennbar ist, welches auch ohne Kompromisse umgesetzt wird. Das ist ganz ohne Rosa Spandex und Gepose Heavy Metal in seiner Urform. Man hat einfach das Gefühl, dass diese Band, oder auch andere wie Slough Feg, Atlantean Kodex, Arpyian Horde, Desaster, Wrathblade, Cianide etc. die Geschichte die Heavy Metals fortschreiben anstatt diese die ganze Zeit nur auf erbärmliche Weiße zu rezipieren.

Das ist der Unterschied zwischen Klassischen Heavy Metal und Nostalgie Metal.

Da stimme ich zu 100% zu!
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Re: WRATHBLADE - Debut album (2011)

Beitragvon GordonOverkill » 29. März 2012, 18:44

Hmmm, ist das nicht einfach der Unterschied zwischen gutem und schlechtem Songwriting? Ich denk, es ist am Ende gar nicht so entscheidend, ob man jetzt die Stilelemente der 70er, 80er, 90er oder was auch immer benutzt, entscheidend ist, dass dahinter ne gute, mitreiĂźende Idee steht. Bei ner Band wie Metal Inquisitor zum Beispiel geht der Innovationsfaktor gegen null. Sie bedienen sich konsequent an der Stilistik der 80er, haben aber einfach saugute Ideen, die sie in diesem Rahmen verpacken. Bei Atlantean Kodex ist das in meinen Augen nicht anders... das Instrumentarium ist 100% retro, aber die Ideen sind geil! "Traditionell" ist in meinen Augen nur die Sprache, in der sich ausgedrĂĽckt wird. Die GĂĽte dessen, was gesprochen wird, unterscheidet gute von schlechte KĂĽnstler.
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Re: WRATHBLADE - Debut album (2011)

Beitragvon Dr. Best » 30. März 2012, 13:33

Nunja, es ist aber eben doch ein gewaltiger Unterschied, ob man sich der Stilmittel bedient, sie nutzt, erweitert und daraus etwas Neues, Eigenes formt oder ob man sie schamlos kopiert. Genau darin liegt doch der Unterschied. Denn wenn man ehrlich ist, haben das auch die alten Helden größtenteils so gemacht. Bands, die eine komplett neue Richtung aus dem Nichts geschaffen haben gibt es ja eigentlich kaum, meist wurden nur bestehende Konzepte umgeformt, eventuell radikalisiert. Musik sollte halt auch immer eine Evolution sein, keine Stagnation in meinen Augen. Da kann sonst auch das beste Songwriting irgendwann nimmer helfen.
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Re: WRATHBLADE - Debut album (2011)

Beitragvon Acrylator » 30. März 2012, 20:06

GordonOverkill hat geschrieben:Hmmm, ist das nicht einfach der Unterschied zwischen gutem und schlechtem Songwriting? Ich denk, es ist am Ende gar nicht so entscheidend, ob man jetzt die Stilelemente der 70er, 80er, 90er oder was auch immer benutzt, entscheidend ist, dass dahinter ne gute, mitreiĂźende Idee steht. Bei ner Band wie Metal Inquisitor zum Beispiel geht der Innovationsfaktor gegen null. Sie bedienen sich konsequent an der Stilistik der 80er, haben aber einfach saugute Ideen, die sie in diesem Rahmen verpacken. Bei Atlantean Kodex ist das in meinen Augen nicht anders... das Instrumentarium ist 100% retro, aber die Ideen sind geil! "Traditionell" ist in meinen Augen nur die Sprache, in der sich ausgedrĂĽckt wird. Die GĂĽte dessen, was gesprochen wird, unterscheidet gute von schlechte KĂĽnstler.

Was die beiden Bands angeht, hast du zwar durchaus Recht, aber das sind in meinen Augen auch einige von wenigen Ausnahmen. Und im Falle von AK muss man auch sagen, dass es diese Musik in ihrer Gesamtheit so sonst noch nicht gegeben hat, auch wenn die "Zutaten" allesamt altbekannt sind. Und Metal Inquisitor machen ihr Ding auch besser als über 90% der neueren, traditionellen Heavy Metal Bands. Außerdem haben die Mitglieder wohl alle die 80er Jahre noch teilweise selbst miterlebt, was das ganze für mich weniger verklärt und karnevalsmäßig wirken lässt, als es bei vielen 20-Jährigen Spandexhosenträgern der Fall ist, die dieses Jahrzehnt nur von der Musik und von Photos her kennen.
Ich find's halt einfach schräg, wenn heute Jugendliche oder junge Erwachsene wie die Leute vor 25 Jahren rumlaufen und mir möglichst noch erzählen wollen, wie man als "echter Metaller" sein müsse.
Ich will vielen ganz jungen Bands die jetzt einen auf 80er machen aber auch gar nicht absprechen, dass sie das (zumindest im Moment) auch wirklich mögen, behaupte aber trotzdem, dass ohne den derzeitigen Trend einfach viele davon anonsten nicht mit dieser Musik in Berührung gekommen wären und ein Großteil davon für mich deshalb auch einfach aufgesetzt wirkt. Aber so ist das natürlich mit jedem Trend.
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Re: WRATHBLADE - Into The Netherworld´s Realm (2011)

Beitragvon Holy Mighty Stormwitch » 18. Mai 2012, 18:40

Es gibt Neuigkeiten aus dem Hause Wrathblade: Die Jungs werden in naher Zukunft eine Split-Veröffentlichung mit Convixion aufnehmen, die voraussichtlich auf dem nächsten HOD offiziell erhältlich sein wird :yeah: .
Na vrh brda vrba mrda
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Re: WRATHBLADE - Into The Netherworld´s Realm (2011)

Beitragvon Raf Blutaxt » 18. Mai 2012, 19:49

Holy Mighty Stormwitch hat geschrieben:Es gibt Neuigkeiten aus dem Hause Wrathblade: Die Jungs werden in naher Zukunft eine Split-Veröffentlichung mit Convixion aufnehmen, die voraussichtlich auf dem nächsten HOD offiziell erhältlich sein wird :yeah: .

Hurra, gemeinsam untight?
Das brauch ich, Convixion machen mir nämlich auch eine Menge Spaß. :smile2:
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Re: WRATHBLADE - Into The Netherworld´s Realm (2011)

Beitragvon Prof » 10. Juni 2012, 13:09

Da gab es mal diese 'Titanomakia'-EP und man dachte: das ist guter Epic-Stoff, aber ob es auf Albumlänge funktioniert?
Nach etlichen Durchgängen des 'Into the netherworld's realm'-Werkes muss ich leider feststellen: für mich nicht.
Die Songs kommen selten auf den Punkt, dieselben Riffs und Rhythmen werden ständig wiederholt, brauchbare Gesangsmelodien sind kaum vorhanden. Dazu ist die Drumproduktion eine Zumutung, völlig drucklos, man bemitleidet den Trommler.
Den Gesang finde ich grenzwertig, auf Dauer geht das gar nicht. Beim abschliessenden 'For you' wird es so richtig peinlich. Gerade bei einer solchen schiefen, forcierten Vibratostimme aber liegt ja für die Anhänger des Mediterranée Metal teilweise die Charme einer Band wie Wrathblade. Ja, sie setzen ihre Vision kompromisslos um. Ist es wohl nicht meine Vision und muss es auch nicht sein.
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Re: WRATHBLADE - Into The Netherworld´s Realm (2011)

Beitragvon Odium » 10. Juni 2012, 13:52

Als Einkaufswarnung kommt das exakt einen Tag zu spät. Die EP, die ich als Vinyl-Single besitze, gefällt mir gut. Werde das Album dann mal an diesem dem Neuzugänge hören gewidmeten Sonntag in der Playlist vorziehen und bin nun doch sehr gespannt nach den so unterschiedlichen Stimmen hier.
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Re: WRATHBLADE - Into The Netherworld´s Realm (2011)

Beitragvon Acrylator » 10. Juni 2012, 14:06

Prof hat geschrieben:Da gab es mal diese 'Titanomakia'-EP und man dachte: das ist guter Epic-Stoff, aber ob es auf Albumlänge funktioniert?
Nach etlichen Durchgängen des 'Into the netherworld's realm'-Werkes muss ich leider feststellen: für mich nicht.
Die Songs kommen selten auf den Punkt, dieselben Riffs und Rhythmen werden ständig wiederholt, brauchbare Gesangsmelodien sind kaum vorhanden. Dazu ist die Drumproduktion eine Zumutung, völlig drucklos, man bemitleidet den Trommler.
Den Gesang finde ich grenzwertig, auf Dauer geht das gar nicht. Beim abschliessenden 'For you' wird es so richtig peinlich. Gerade bei einer solchen schiefen, forcierten Vibratostimme aber liegt ja für die Anhänger des Mediterranée Metal teilweise die Charme einer Band wie Wrathblade. Ja, sie setzen ihre Vision kompromisslos um. Ist es wohl nicht meine Vision und muss es auch nicht sein.

Kann ich teilweise nachvollziehen, nachdem ich die Scheibe jetzt einige Male gehört habe. Vor allem die Gleichförmigkeit der Songs ist für mich der Schwachpunkt des Albums (Schlagzeugsound und Gesang finde ich okay, ersterer ist immerhin besser als auf den letzten beiden Manilla Road Alben :-D ).
Mir fehlt auf der Scheibe auch einfach etwas Herausragendes, aber richtig schwache Stücke kann ich auf der anderen Seite immerhin auch nicht erkennen (was wohl auch daran liegt, dass alles ziemlich ähnlich klingt). Allerdings sind das Intro vom Opener und die Rhythmen im Mittelpart von "Dolorous Shock" schon sehr geil, sowas hätte ich mir häufiger gewünscht! Aber bisher macht mir "Into The Netherworld's Realm" immerhin noch Spaß, liegt allerdings in meiner Gunst schon deutlich hinter den neuen von ADRAMELCH, ANGEL WITCH, PHARAOH, ASPHYX und wahrscheinlich auch KREATOR.
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Re: WRATHBLADE - Into The Netherworld´s Realm (2011)

Beitragvon Prof » 10. Juni 2012, 14:23

Acrylator hat geschrieben:
Prof hat geschrieben:Da gab es mal diese 'Titanomakia'-EP und man dachte: das ist guter Epic-Stoff, aber ob es auf Albumlänge funktioniert?
Nach etlichen Durchgängen des 'Into the netherworld's realm'-Werkes muss ich leider feststellen: für mich nicht.
Die Songs kommen selten auf den Punkt, dieselben Riffs und Rhythmen werden ständig wiederholt, brauchbare Gesangsmelodien sind kaum vorhanden. Dazu ist die Drumproduktion eine Zumutung, völlig drucklos, man bemitleidet den Trommler.
Den Gesang finde ich grenzwertig, auf Dauer geht das gar nicht. Beim abschliessenden 'For you' wird es so richtig peinlich. Gerade bei einer solchen schiefen, forcierten Vibratostimme aber liegt ja für die Anhänger des Mediterranée Metal teilweise die Charme einer Band wie Wrathblade. Ja, sie setzen ihre Vision kompromisslos um. Ist es wohl nicht meine Vision und muss es auch nicht sein.

Kann ich teilweise nachvollziehen, nachdem ich die Scheibe jetzt einige Male gehört habe. Vor allem die Gleichförmigkeit der Songs ist für mich der Schwachpunkt des Albums (Schlagzeugsound und Gesang finde ich okay, ersterer ist immerhin besser als auf den letzten beiden Manilla Road Alben :-D ).
Mir fehlt auf der Scheibe auch einfach etwas Herausragendes, aber richtig schwache Stücke kann ich auf der anderen Seite immerhin auch nicht erkennen (was wohl auch daran liegt, dass alles ziemlich ähnlich klingt). Allerdings sind das Intro vom Opener und die Rhythmen im Mittelpart von "Dolorous Shock" schon sehr geil, sowas hätte ich mir häufiger gewünscht! Aber bisher macht mir "Into The Netherworld's Realm" immerhin noch Spaß, liegt allerdings in meiner Gunst schon deutlich hinter den neuen von ADRAMELCH, ANGEL WITCH, PHARAOH, ASPHYX und wahrscheinlich auch KREATOR.


Es bleibt einfach nichts hängen, das dürfte wohl kaum der Sinn eines Albums sein.
Und die letzten Manilla Road-Alben, nun ja. *hĂĽstel*
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Re: WRATHBLADE - Into The Netherworld´s Realm (2011)

Beitragvon Odium » 10. Juni 2012, 19:00

Der Gesang ist auf Albumdistanz in der Tat ganz schön anstrengend. :smile2:
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Re: WRATHBLADE - Into The Netherworld´s Realm (2011)

Beitragvon Acrylator » 10. Juni 2012, 23:32

Prof hat geschrieben:
Acrylator hat geschrieben:
Prof hat geschrieben:Da gab es mal diese 'Titanomakia'-EP und man dachte: das ist guter Epic-Stoff, aber ob es auf Albumlänge funktioniert?
Nach etlichen Durchgängen des 'Into the netherworld's realm'-Werkes muss ich leider feststellen: für mich nicht.
Die Songs kommen selten auf den Punkt, dieselben Riffs und Rhythmen werden ständig wiederholt, brauchbare Gesangsmelodien sind kaum vorhanden. Dazu ist die Drumproduktion eine Zumutung, völlig drucklos, man bemitleidet den Trommler.
Den Gesang finde ich grenzwertig, auf Dauer geht das gar nicht. Beim abschliessenden 'For you' wird es so richtig peinlich. Gerade bei einer solchen schiefen, forcierten Vibratostimme aber liegt ja für die Anhänger des Mediterranée Metal teilweise die Charme einer Band wie Wrathblade. Ja, sie setzen ihre Vision kompromisslos um. Ist es wohl nicht meine Vision und muss es auch nicht sein.

Kann ich teilweise nachvollziehen, nachdem ich die Scheibe jetzt einige Male gehört habe. Vor allem die Gleichförmigkeit der Songs ist für mich der Schwachpunkt des Albums (Schlagzeugsound und Gesang finde ich okay, ersterer ist immerhin besser als auf den letzten beiden Manilla Road Alben :-D ).
Mir fehlt auf der Scheibe auch einfach etwas Herausragendes, aber richtig schwache Stücke kann ich auf der anderen Seite immerhin auch nicht erkennen (was wohl auch daran liegt, dass alles ziemlich ähnlich klingt). Allerdings sind das Intro vom Opener und die Rhythmen im Mittelpart von "Dolorous Shock" schon sehr geil, sowas hätte ich mir häufiger gewünscht! Aber bisher macht mir "Into The Netherworld's Realm" immerhin noch Spaß, liegt allerdings in meiner Gunst schon deutlich hinter den neuen von ADRAMELCH, ANGEL WITCH, PHARAOH, ASPHYX und wahrscheinlich auch KREATOR.


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Dass da nichts hängen bleibt, verstehe ich wiederum nicht, hatte schon nach dem ersten Durchlauf etliche Gitarren- und Gesangsmelodien etc. im Kopf.
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Re: WRATHBLADE - Into The Netherworld´s Realm (2011)

Beitragvon Pavlos » 11. Juni 2012, 12:42

Acrylator hat geschrieben:
Prof hat geschrieben:
Acrylator hat geschrieben:
Prof hat geschrieben:Da gab es mal diese 'Titanomakia'-EP und man dachte: das ist guter Epic-Stoff, aber ob es auf Albumlänge funktioniert?
Nach etlichen Durchgängen des 'Into the netherworld's realm'-Werkes muss ich leider feststellen: für mich nicht.
Die Songs kommen selten auf den Punkt, dieselben Riffs und Rhythmen werden ständig wiederholt, brauchbare Gesangsmelodien sind kaum vorhanden. Dazu ist die Drumproduktion eine Zumutung, völlig drucklos, man bemitleidet den Trommler.
Den Gesang finde ich grenzwertig, auf Dauer geht das gar nicht. Beim abschliessenden 'For you' wird es so richtig peinlich. Gerade bei einer solchen schiefen, forcierten Vibratostimme aber liegt ja für die Anhänger des Mediterranée Metal teilweise die Charme einer Band wie Wrathblade. Ja, sie setzen ihre Vision kompromisslos um. Ist es wohl nicht meine Vision und muss es auch nicht sein.

Kann ich teilweise nachvollziehen, nachdem ich die Scheibe jetzt einige Male gehört habe. Vor allem die Gleichförmigkeit der Songs ist für mich der Schwachpunkt des Albums (Schlagzeugsound und Gesang finde ich okay, ersterer ist immerhin besser als auf den letzten beiden Manilla Road Alben :-D ).
Mir fehlt auf der Scheibe auch einfach etwas Herausragendes, aber richtig schwache Stücke kann ich auf der anderen Seite immerhin auch nicht erkennen (was wohl auch daran liegt, dass alles ziemlich ähnlich klingt). Allerdings sind das Intro vom Opener und die Rhythmen im Mittelpart von "Dolorous Shock" schon sehr geil, sowas hätte ich mir häufiger gewünscht! Aber bisher macht mir "Into The Netherworld's Realm" immerhin noch Spaß, liegt allerdings in meiner Gunst schon deutlich hinter den neuen von ADRAMELCH, ANGEL WITCH, PHARAOH, ASPHYX und wahrscheinlich auch KREATOR.


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Dass da nichts hängen bleibt, verstehe ich wiederum nicht, hatte schon nach dem ersten Durchlauf etliche Gitarren- und Gesangsmelodien etc. im Kopf.


Geht mir auch so. Allein schon das oft erwähnte und zurecht abgefeierte ´Dolorous Shock´ liefert so manch granatenstarke Passage mit hohem Hängenbleibfaktor. ´Reins of Doom (God of War pt I)´, ´God-Defying Typhoeus ´ und ´Signs Of Wrath´ zähle ich ebenso zu den Hochlichtern.

Natürlich: Die Scheibe wird durch den Gesang zu einem klassischen love it or hate it Ding, Varsamis´ Stimme ist eben nicht jedermanns Sache. Ich finde jedoch, der (manchmal leicht sakrale) Gesang passt prima zum Material. Ein technisch versierterer Sänger würde der Sache imo das verschrobene nehmen. Außerdem gibt es einfach keine griechische Band mit wirklich hervorragendem Sänger, haha.

@ Prof: Es heißt ´Titanomaxia´. ´Titanomakia´ bedeutet nämlich Titanenküsse.
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Re: WRATHBLADE - Into The Netherworld´s Realm (2011)

Beitragvon Prof » 11. Juni 2012, 13:13

Pavlos hat geschrieben:
Acrylator hat geschrieben:
Prof hat geschrieben:
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Prof hat geschrieben:Da gab es mal diese 'Titanomakia'-EP und man dachte: das ist guter Epic-Stoff, aber ob es auf Albumlänge funktioniert?
Nach etlichen Durchgängen des 'Into the netherworld's realm'-Werkes muss ich leider feststellen: für mich nicht.
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Kann ich teilweise nachvollziehen, nachdem ich die Scheibe jetzt einige Male gehört habe. Vor allem die Gleichförmigkeit der Songs ist für mich der Schwachpunkt des Albums (Schlagzeugsound und Gesang finde ich okay, ersterer ist immerhin besser als auf den letzten beiden Manilla Road Alben :-D ).
Mir fehlt auf der Scheibe auch einfach etwas Herausragendes, aber richtig schwache Stücke kann ich auf der anderen Seite immerhin auch nicht erkennen (was wohl auch daran liegt, dass alles ziemlich ähnlich klingt). Allerdings sind das Intro vom Opener und die Rhythmen im Mittelpart von "Dolorous Shock" schon sehr geil, sowas hätte ich mir häufiger gewünscht! Aber bisher macht mir "Into The Netherworld's Realm" immerhin noch Spaß, liegt allerdings in meiner Gunst schon deutlich hinter den neuen von ADRAMELCH, ANGEL WITCH, PHARAOH, ASPHYX und wahrscheinlich auch KREATOR.


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Geht mir auch so. Allein schon das oft erwähnte und zurecht abgefeierte ´Dolorous Shock´ liefert so manch granatenstarke Passage mit hohem Hängenbleibfaktor. ´Reins of Doom (God of War pt I)´, ´God-Defying Typhoeus ´ und ´Signs Of Wrath´ zähle ich ebenso zu den Hochlichtern.

Natürlich: Die Scheibe wird durch den Gesang zu einem klassischen love it or hate it Ding, Varsamis´ Stimme ist eben nicht jedermanns Sache. Ich finde jedoch, der (manchmal leicht sakrale) Gesang passt prima zum Material. Ein technisch versierterer Sänger würde der Sache imo das verschrobene nehmen. Außerdem gibt es einfach keine griechische Band mit wirklich hervorragendem Sänger, haha.

@ Prof: Es heißt ´Titanomaxia´. ´Titanomakia´ bedeutet nämlich Titanenküsse.


:lol:
Merci fĂĽr's korrigieren. Ich hatte die EP nicht zur Verifikation aus dem Regal gefischt.

Ich kann eure Sichtweise ĂĽbrigens nachvollziehen, Wrathblade sind dann wohl doch nicht meine Baustelle.
Oft springt bei dem Epic-Zeugs ohnehin der Funke nicht 'rĂĽber, wie bei vielen Doom- und Retrothrashbands auch. Meistens vermisse ich griffige Kompositionen und Melodien.

Ein guter Sänger aus Hellas? Hm, Yannis Papadopoulos von Wardrum, zum Beispiel, obwohl er etwas aggressiver sein dürfte.
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Re: WRATHBLADE - Into The Netherworld´s Realm (2011)

Beitragvon Pavlos » 11. Juni 2012, 13:15

Prof hat geschrieben:
Pavlos hat geschrieben:
Acrylator hat geschrieben:
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Acrylator hat geschrieben:
Prof hat geschrieben:Da gab es mal diese 'Titanomakia'-EP und man dachte: das ist guter Epic-Stoff, aber ob es auf Albumlänge funktioniert?
Nach etlichen Durchgängen des 'Into the netherworld's realm'-Werkes muss ich leider feststellen: für mich nicht.
Die Songs kommen selten auf den Punkt, dieselben Riffs und Rhythmen werden ständig wiederholt, brauchbare Gesangsmelodien sind kaum vorhanden. Dazu ist die Drumproduktion eine Zumutung, völlig drucklos, man bemitleidet den Trommler.
Den Gesang finde ich grenzwertig, auf Dauer geht das gar nicht. Beim abschliessenden 'For you' wird es so richtig peinlich. Gerade bei einer solchen schiefen, forcierten Vibratostimme aber liegt ja für die Anhänger des Mediterranée Metal teilweise die Charme einer Band wie Wrathblade. Ja, sie setzen ihre Vision kompromisslos um. Ist es wohl nicht meine Vision und muss es auch nicht sein.

Kann ich teilweise nachvollziehen, nachdem ich die Scheibe jetzt einige Male gehört habe. Vor allem die Gleichförmigkeit der Songs ist für mich der Schwachpunkt des Albums (Schlagzeugsound und Gesang finde ich okay, ersterer ist immerhin besser als auf den letzten beiden Manilla Road Alben :-D ).
Mir fehlt auf der Scheibe auch einfach etwas Herausragendes, aber richtig schwache Stücke kann ich auf der anderen Seite immerhin auch nicht erkennen (was wohl auch daran liegt, dass alles ziemlich ähnlich klingt). Allerdings sind das Intro vom Opener und die Rhythmen im Mittelpart von "Dolorous Shock" schon sehr geil, sowas hätte ich mir häufiger gewünscht! Aber bisher macht mir "Into The Netherworld's Realm" immerhin noch Spaß, liegt allerdings in meiner Gunst schon deutlich hinter den neuen von ADRAMELCH, ANGEL WITCH, PHARAOH, ASPHYX und wahrscheinlich auch KREATOR.


Es bleibt einfach nichts hängen, das dürfte wohl kaum der Sinn eines Albums sein.
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Dass da nichts hängen bleibt, verstehe ich wiederum nicht, hatte schon nach dem ersten Durchlauf etliche Gitarren- und Gesangsmelodien etc. im Kopf.


Geht mir auch so. Allein schon das oft erwähnte und zurecht abgefeierte ´Dolorous Shock´ liefert so manch granatenstarke Passage mit hohem Hängenbleibfaktor. ´Reins of Doom (God of War pt I)´, ´God-Defying Typhoeus ´ und ´Signs Of Wrath´ zähle ich ebenso zu den Hochlichtern.

Natürlich: Die Scheibe wird durch den Gesang zu einem klassischen love it or hate it Ding, Varsamis´ Stimme ist eben nicht jedermanns Sache. Ich finde jedoch, der (manchmal leicht sakrale) Gesang passt prima zum Material. Ein technisch versierterer Sänger würde der Sache imo das verschrobene nehmen. Außerdem gibt es einfach keine griechische Band mit wirklich hervorragendem Sänger, haha.

@ Prof: Es heißt ´Titanomaxia´. ´Titanomakia´ bedeutet nämlich Titanenküsse.


:lol:
Merci fĂĽr's korrigieren. Ich hatte die EP nicht zur Verifikation aus dem Regal gefischt.

Ich kann eure Sichtweise ĂĽbrigens nachvollziehen, Wrathblade sind dann wohl doch nicht meine Baustelle.
Oft springt bei dem Epic-Zeugs ohnehin der Funke nicht 'rĂĽber, wie bei vielen Doom- und Retrothrashbands auch. Meistens vermisse ich griffige Kompositionen und Melodien.

Ein guter Sänger aus Hellas? Hm, Yannis Papadopoulos von Wardrum, zum Beispiel, obwohl er etwas aggressiver sein dürfte.


Hast du schon das neue WARDRUM Album gehört? Steht bei mir seit Wochen auf der Einkaufsliste, wird aber ständig von anderen Scheiben überholt...
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