Siebi hat geschrieben:Zu den Getränken. Da darfst Du in Gastronomiebetrieben oder bei sonstigen öffentlichen Veranstaltungen NIE ein Getränk bestellen, auch nicht in Vereinsheimen, wobei deren Gewinnspanne wohl nicht so hoch sein wird. In der Kneipe sitzen und den anderen beim freudigen -nicht sinnlosen- Trinken zuzusehen, nein, dann bleibe ich lieber zuhause. Oder geht es nur um Konzerte, aber Du sprichst ja generell davon. Erschließt sich mir nicht en detail.
Wie ich geschrieben habe: Ich trinke halt das, was der Anstand gebietet, weil es sich nicht gehört, irgendwo "trocken" zu sitzen. Spießig ich weiß, normal sollte der Metaller - ganz Lawbreaker - demonstrativ in die Kneipe sitzen und nichts trinken.
Für mich heißt Kneipenbesuch zumeist ein Spezi oder ein Bier, und das wird halt langsam getrunken, dass der Kellner nicht dauernd nachfragt ob er noch was bringen soll. Ich bin in der glücklichen Lage, dass mein Spaßempfinden in aller Regel von den charakterlichen Qualitäten der Begleitung abhängt und nicht von der Menge des Flüssigkeitsdurchsatzes. Will sagen, ich habe kein Stück weniger Spaß an einem Abend, wenn ich über vier Stunden ein Spezi trinke, als wenn ich mir alle halbe Stunde eine Halbe bringen lasse. Fürs Essen geb ich eher Geld aus, weil da neben den Materialkosten ja auch Arbeit drin steckt, die honoriert werden darf.
Was Vereinsheime angeht, ist die Gewinnspanne in der Regel in der Tat niedriger (50% bis 100%), und das weniger zur Gewinnschöpfung als vielmehr zur Kompensation des Schwundes, der zwangsläufig entsteht, wenn keiner kassiert, sondern jeder selber das Geld in die Kasse schmeißt. Außerdem wird der Erlös ja wieder in (meinen) Verein reinvestiert. Ich weiß, ich weiß, man kann natürlich auch sagen, dass der Erlös in der Location zur Veranstaltung weiterer Gigs genutzt wird, und dass ich das sabotiere, weil ich dort nichts trinke.
Letztlich kommt es doch auf die Frage an, ob mir das Gebotene das wert ist, was es kostet, und das ist bei Bier (oder Wasser) in der Gastronomie eben in aller Regel nicht der Fall. Ein Bier ist mir keine drei Euro wert, und ein Gin Tonic keine sechs Euro. Bei der Hälfte würde es interessant.
EDIT:
Vor es mir aufs Brot geschmiert wird, sei mir die Einschränkung gestattet, dass die Situation natürlich eine andere ist, wenn man ganz bewusst wegen eines speziellen Ambientes eine Wirtschaft oder Kneipe aufsucht (z.B. Irish Pub oder dergleichen), da zahlt man ja keinen Eintritt, sondern finanziert das geschätzte Ambiente durch den Getränkeumsatz. Das ist dann eine Genussveranstaltung, die man bewusst deswegen wählt, weil man gepflegt einen trinken gehen will. Da ist es mir dann auch relativ egal, was das Getränk kostet. Beim Konzert ist Trinken reine Notdurft, weil ich da ja aus einem völlig anderen Grund bin. Da ich problemlos vier bis fünf Stunden ohne Trinken überstehen kann, spare ich das Geld lieber und kaufe mir vielleicht ein Shirt, eine CD - also etwas, das (für mich) einen bleibenden Wert hinterlässt, den ein mehr oder weniger konsumiertes Getränk nicht hat.
Ansonsten Immer locker bleiben, Spaß haben. Der Sitzplatz war scheinbar ein schlechter Scherz, sorry for that. Heute ist scheinbar ein Boardtag für schlechte Scherze... *Smilies in Zukunft noch sinnvoller setzt*
Ich hab kein Problem mit dem Scherz, hab die Sitzplatz-Geschichte ja vorher selber ins Spiel gebracht; habe nur nicht kapiert, was das mit meiner Aversion gegen die Gewinnspannen beim Getränkepreis zu tun hat.
