IRON MAIDEN: Maiden England 2013/14

Schreibt euch die Finger wund über das große Thema "Metal" - über neue Platten, neue Bands, Konzerte etc.

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Re: Maiden England 2013

Beitragvon Raf Blutaxt » 1. Juli 2013, 17:24

Hofi hat geschrieben:Ich werde bei Gelegenheit auch noch einen "Großartigen" Bericht schreiben über diesen nicht ganz so "großartigen" Event.

Oh, das klingt ja nicht so gut.
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Re: Maiden England 2013

Beitragvon Hades » 1. Juli 2013, 17:32

Raf Blutaxt hat geschrieben:
Hofi hat geschrieben:Ich werde bei Gelegenheit auch noch einen "Großartigen" Bericht schreiben über diesen nicht ganz so "großartigen" Event.

Oh, das klingt ja nicht so gut.


Aus Sicht des dekadent aus der nahegelegenen Ferienwohnung angereisten Pussymetallers lief eigentlich alles reibungslos. An- und Abreise wurde mit dem Taxifahrer individuell geklärt und während Maiden (die als Vorprogramm getarnten Peinlichkeiten wurden ignoriert) hielten sogar die Schleusen am Himmel einigermaßen dicht.
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Re: Maiden England 2013

Beitragvon Cthulhu » 1. Juli 2013, 19:44

Cthulhu hat geschrieben:Wer is denn noch alls in Oberhausen?
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Re: Maiden England 2013

Beitragvon Metalfranze » 1. Juli 2013, 20:54

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Re: Maiden England 2013

Beitragvon MetalChris87 » 1. Juli 2013, 21:03

das scheint ja das hinterletzte Kaff gewesen zu sein :lol:
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Re: Maiden England 2013

Beitragvon Killmister » 1. Juli 2013, 21:31


Ganz im Gegenteil, es war <3 .
Nach dem Kartenstudium war mir klar, dass der offizielle Anfahrtsweg nur in Stau enden kann. Für irgendwas müssen die 43 Lebensjahre und die fehlenden Haare schließlich gut sein, also das Gelände auf der Autobahn umfahren und genau aus entgegengesetzter Richtung angedockt. Die 2 falschen Abbieger mit 15 Zusatzkilometern sollen nicht unerwähnt bleiben :cool2: . Volvo 666 im nahegelegenen Industriegebiet geparkt, Bierchen getankt, 1h geschlafen und dann zu Fuß 10 min zum Gelände gelaufen. Einziger Fehler war nicht länger geschlafen oder gelesen zu haben, denn die beiden Schwedenhappen waren ebenfalls zum gähnen. Zurück ging es ebenfalls entspannt und mit dem guten Gefühl, dass mein wahrscheinlich letztes IM-Konzert ein denkwürdiges war................................... :yeah:
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Re: Maiden England 2013

Beitragvon Metalfranze » 1. Juli 2013, 21:42

Killmister hat geschrieben:

Ganz im Gegenteil, es war <3 .
Nach dem Kartenstudium war mir klar, dass der offizielle Anfahrtsweg nur in Stau enden kann. Für irgendwas müssen die 43 Lebensjahre und die fehlenden Haare schließlich gut sein, also das Gelände auf der Autobahn umfahren und genau aus entgegengesetzter Richtung angedockt. Die 2 falschen Abbieger mit 15 Zusatzkilometern sollen nicht unerwähnt bleiben :cool2: . Volvo 666 im nahegelegenen Industriegebiet geparkt, Bierchen getankt, 1h geschlafen und dann zu Fuß 10 min zum Gelände gelaufen. Einziger Fehler war nicht länger geschlafen oder gelesen zu haben, denn die beiden Schwedenhappen waren ebenfalls zum gähnen. Zurück ging es ebenfalls entspannt und mit dem guten Gefühl, dass mein wahrscheinlich letztes IM-Konzert ein denkwürdiges war................................... :yeah:

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Re: Maiden England 2013

Beitragvon Hugin » 1. Juli 2013, 22:21

Jau, ich war auch dabei, in Aach, und kann die Eindrücke im Wesentlichen teilen.

Das Konzert war an sich super. Anwesend waren ca. 23.000 Zahlende. Die Organisation war eher fürn Popo. Die "Parkplätze" waren eine einzige Matschwüste, für welche man noch 5,- Euro bezahlen und sich von der überforderten Security anpflaumen lassen musste, weil unser VW-Bus einen halben Meter weiter aus der Reihe heraus ragte, als die Autos davor. Kein nachgeben, mit vier Mann das Ding noch einen Meter tiefer in die Soße geschoben, und dann hat auch die Securitykönigin gesehen, dass die hinter dem VW-Bus verdeckten Pkws genau so weit vorne standen. Nun ja... Die Räumung des Parkplatzes dauerte nach Konzertende dann auch mehr als 2 Stunden und viele frustrierte Autofahrer nahmen nach Stunden geduldigen Wartens die Sache selbst in die Hand und regelten den Verkehr selbst, weil die eingeteilten Ordner nicht in der Lage waren, ein Reißverschlussverfahren zu koordinieren. Die Getränkepreise waren sehr kreativ, die durchschnittliche Wartezeit auf ein Stück Pizza betrug eine halbe Stunde und die Security auf dem Gelände war mehr damit beschäftigt, die Leute vom Stehenbleiben auf den Treppen abzuhalten, als damit, die Schlammwüste nebst Sturzgefahr in den Griff zu bekommen.

Ansonsten war es aber fein. Man konnte von überall gut sehen, auch im Innenraum der Schlammarena gab es keinerlei Gedränge. Die Stimmung war gut gelaunt und friedlich, bisweilen durchaus euphorisch. Die Maiden-Setlist ist ja mittlerweile bekannt -> war sehr cool. Sabaton wurde durch deutlich zu leisen Sound davon abgehalten, richtig abzuräumen, die Jungs waren aber bester Laune und gut in Form, so dass auch hier ordentlich mitgesungen wurde. Und Ghost war einfach nur lässig. Feiner Kontrast der poppig-soften Musik zum bösen Schauspiel auf der Bühne. Würde aber sicher in einer Halle besser wirken.

Ach ja, und die erste Vorband haben wir natürlich verpasst, weil der Veranstalter sie trotz der Ansage "Beginn: 18:00 Uhr" offenbar bereits um 17:00 Uhr auf die Bühne schickte, als noch 90% der Besucher im Anfahrtsstau steckten. Ist jetzt nicht wirklich schlimm, aber gehören tut sich das eben auch nicht.

Fazit:
Musikalisch alles gut, aber so schön die Freilichtarena sein mag, so viel müssen die Veranstalter in Aach noch dazu lernen, um ein Event dieser Größenordnung in einem solchen engen Zwergstädtchen logistisch vernünftig aufzuziehen. Und im Gegensatz zu den vom Veranstalter gestellten "Sicherheitskräften" war die im öffentlichen Verkehrsbereich zuständige Polizei meines Erachtens relativ lässig drauf.
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Re: Maiden England 2013

Beitragvon Tillmann » 1. Juli 2013, 23:22

Cthulhu hat geschrieben:
Cthulhu hat geschrieben:Wer is denn noch alls in Oberhausen?



Me.


Oh Mann, ueberall liessst man dasselbe ueber Singen... Hoffentlich ist Oberhausen da etwas besser organisiert...
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Re: Maiden England 2013

Beitragvon Ram Battle » 2. Juli 2013, 09:34

Ich war ebenfalls in Singen-Aach und ich kann mich dem allgemeinen, negativen Tenor eher nicht anschließen. Was aber auch hauptsächlich darin begründet sein dürfte, daß wir ebenfalls eine Ferienwohnung im Nachbarort in 20 Minuten Gehweite hatten. Wir waren bereits 14Uhr vor Ort und da war weit und breit noch kein Anreisechaos. Das Gelände selbst war eigentlich nur im oberen Bereich bei den Essensständen matschig, der Innenraum an sich war jedoch die ganze Zeit in einem guten Zustand. Beim Bier holen oder an den Toiletten mußte man eigentlich nur während der Umbaupausen etwas anstehen, während den Shows kam es da zu keinerlei Wartezeiten und man war ratzfatz wieder zurück an seinem Platz. Das Einzige was mir sauer aufgestossen ist, waren die happigen Bierpreise. Zu den Bands selber wurde das meiste eh schon gesagt, Voodoo Six waren nix, Ghost überraschend stark mit sehr gutem Sound und mit wesentlich mehr Kick als auf Pladde, ob man Sabaton jetzt mag oder nicht sei jedem selbst überlassen, auf alle Fälle viel zu leise, von den Publikumsreaktionen hätten wohl schon viele Bock auf die Band gehabt und Maiden waren einfach nur göttlich. Nach der Show gemütlich zur Wohnung gelatscht und Sonntag in aller Ruhe heimgefahren. So entspannt kann`s also auch gehen. Aber ich verstehe natürlich auch den Ärger der Leute, mit den An- und Abreiseproblemen etc., die wir gar nicht mitbekommen haben.
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Re: Maiden England 2013

Beitragvon Hugin » 2. Juli 2013, 13:00

Zur Logistik würde ich mal so sagen:

Es war jetzt nicht so schlimm, dass ich sagen würde "nie wieder!", aber ärgerlich war es auf jeden Fall. Dass es im Innenraum nicht matschig war, ist richtig, und dass man im Innenraum schnell wieder an seinen alten Platz kam, wenn man sich was zum Trinken/Essen holte oder aufs WC ging, ist richtig. Der Innenraum war nicht überfüllt und dort war es angenehm locker gestaffelt und von überall konnte man gut sehen. Das heißt: Die Location an sich ist angemessen und brauchbar auch für Festivals dieser Größe.

Aber: Die Veranstalter mussten aus der Wettervorhersage seit langer Zeit wissen, dass es die ganze Woche über regnen sollte. Man kennt die Bodenbeschaffenheit der Parkackers und der Wege zum Gelände, sowie im oberen Bereich des Geländes. Man weiß, dass, wenn bei solchen Boden- und Wetterverhältnissen eine Herde mit 23.000 Metallern durchgetrieben wird, Schlamm entsteht und es gerade im Bereich der Tribünen, Stehtreppen und Zugangstreppen gefährlich rutschig werden kann. Da kann man dann durchaus erwarten, dass man - wie z.B. in Wacken oft praktiziert - ein paar Wagenladungen Stroh an den kritischen Stellen ausbreitet, um das vorab in den Griff zu bekommen. Man darf auch gerne auf seiner Homepage darauf hinweisen, dass es sich bei dem als "Open Air Arena" bezeichneten Grundstück und den zugehörigen "Parkplätzen" nicht um befestigtes Gelände handelt, falls sich jemand dann spontan von Stöckelschuhen auf Gummistiefel umentscheiden möchte.

Logisch, wie bereits gesagt wurde: Wenn man Fuchs genug ist und sich das vorher auf Google Maps angeschaut hätte, dann hätte man all das wissen und vorbereitet sein können. Keine Frage. Aber ein guter Kundenservice weist darauf hin, dass mit immensen Verzögerungen beim Parkplatzeinlass und mit Unwägbarkeiten des Geländes zu rechnen ist. Sei's drum, ich würde trotzdem wieder hingehen, nur halt dieses Mal besser vorbereitet. Bin da nicht nachtragend.
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Re: Maiden England 2013

Beitragvon Ram Battle » 2. Juli 2013, 13:47

Ich wollte das Open Air ja keinem Schönreden, sondern lediglich wiedergeben wie ich es persönlich erlebt habe und für mich war es trotz der widrigen Umstände größtenteils OK. Klar kann man immer mehr machen, wie Du schon sagst, wie z.B. in Wacken mit dem Ausstreuen (gerade vor den Aufgängen oben wäre das sicher gut gewesen) oder mit entsprechenden Hinweisen auf der Homepage, aber ich habe auch schon wesentlich größere Desaster ala Sonisphere Schweiz oder Metalfest Österreich erlebt. Und man ist nach solchen Erfahrungen und wenn man vorher den Wetterbericht liest auch mit entsprechendem Schuhwerk, Kleidung etc. ausgerüstet.

Nichtsdestotrotz scheint es wohl so zu sein, daß zumindest das Verkehrsproblem dort Standard zu sein scheint. Unsere Vermieterin der Ferienwohnung hatte uns erzählt, daß Gäste von ihr 2 Wochen vorher bei David Garret so schlau waren mit dem Auto zum Gelände zu fahren und nach dem Konzert eineinhalb Stunden nach Hause gebraucht haben, für den gleichen Weg, den wir bei Maiden in 20 Minuten zu Fuss gegangen sind :lol:
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Re: Maiden England 2013

Beitragvon Hofi » 2. Juli 2013, 14:01

Auch wenn ich etwas weniger Jahre auf dem Buckel und etwas mehr Haare auf dem Kopf habe als unser werter Killmister, war für uns die Stauproblematik der offiziellen Anfahrtsroute auch im Voraus klar. Darum sind auch wir schon frühmorgens angereist um am Sunset Strip in Radolfzell bei ein paar leckeren Pfirsichen zu flanieren, den örtlichen Jachtclub (in welchen wir nicht wirklich willkommen waren) zu begutachten und ein geeignetes Seegelschiff für die nächste Running Wild Tour zu suchen.

Dann noch ein leckeres Bierchen in einem gemütlichen Irish Pub und weiter ging es die letzten Kilometer bis nach Aach. Nach einer idyllischen Anfahrt über verlassene Feldwege fünf Euro fürs Parken auf einem verschlammten Acker abgedrückt, am Auto noch ein Bier getankt und aufs Konzertgelände marschiert.

Um 17:55Uhr haben wir dann die Einlasskontrollen hinter uns gelassen, gerade rechtzeitig um den letzten Song von Vodoo Six zu hören. So viel zu Beginn 18:00Uhr.

Danach noch ein paar Worte mit Bekannten aus Esslingen, dem Sedlmaster und Azgi gewechselt und für 15€ zwei Bier und ein Wasser geordert. Ganz schön happig.

Ein Sound war bei Ghost eigentlich nur zu erahnen, der Bass viel zu laut, die Gitarren und der Gesang viel zu leise, eigentlich war alles nur ein einziges, undefinierbares wabern. Oder lag es nur an unserem Standtort da Ram Battle ja schreibt, der Sound bei Ghost war klasse? Normalerweise kann man ja genau mittig zwischen Bühne und Mischpult nicht viel falsch machen. Schade, denn das erste Ghost Album mag ich eigentlich schon und hätte gerne etwas mehr von der Musik gehört. Naja.

Der Beginn von Sabaton wurde der Suche nach einem nicht völlig hoffnungslos überfülltem Essenstand geopfert, welche leider Erfolglos war. Also nichts gegessen, noch einmal ein „günstiges“ Bier geordert und ab nach vorne. Mit Sabaton werde ich wohl nie etwas anfangen können, absolut grausig in meinen Ohren. Den meisten im Publikum schien es verdammt gut zu gefallen und die Herren mit ihren Wikingerhelmen, Umhängen und Kriegsbemalung rechts neben mir hatten auch ihren riesenspaß. Wegen mir.

So. Dann kam Maiden, während Doctor, Doctor fange ich an zu zittern, die Vorfreude auf eine wahnsinnig geile Setlist ist gigantisch. Die Wikinger neben uns sind verschwunden, stattdessen haben sich dort ein paar von den Bavarian Metalheads platziert. Das kann nur geil werden. Das wird geil!

“Moonchild”, “Can I Play…” und “The Prisoner” HAMMER!! Nur der etwas zu leise und mir zu undifferenzierte Sound stören etwas, auch bin ich verwundert der anscheinenden Unkenntnis des vorgetragenen Materials beim Publikum um uns. Neben mir mault sogar einer: “die sollen mal was vernünftiges spielen“. Mir egal, wir feiern weiter. Dann „2 Minutes …“ plötzlich ist Stimmung um uns herum. Die Gruppe hinter uns beginnt mit Ellbogen auf Kopfhöhe zu Pogen, das muss doch nicht sein. Lied aus, „Afraid to Shoot Strangers”, alle wieder total bewegungslos. Dann „The Trooper“ wieder Ellbogen auf Kopfhöhe, die Gruppe wird größer, die Bavarian Metalheads verziehen sich genervt. Auch wir ziehen uns bei „Run to the Hills” zurück neben den Mischerturm. Beim siebten Sohn verfalle ich wieder in Ekstase. Was für Melodien, was für eine Hymne. Absolut gigantisch. Besser geht es nicht. Aber auch hier und bei “wastet years” scheint beim Großteil des Publikums Unkenntnis über das Material zu herrschen? Oder täusche ich mich nur? Und dann ist er wieder da, der tausendstimmige Chor bei „Fear…“. Alles singt mit. Das ist erhaben. Trotzdem können mein Kumpel und ich es uns nicht verkneifen die um uns herum lauthals mitsingenden Leute zu fragen, auf welchem Album denn der Song ist. Wir stoßen auf absolute Unkenntnis. Erst der sechste Befragte bringt die erlösende Antwort: „Auf Best Of“ RICHTIG.

So. Jetzt habe ich viel geschrieben aber irgendwie musste ich dieses Erlebnis verarbeiten.

Zurück bleibt die Erkenntnis eine geile Band, mit einem noch geileren Set und einer Hammer Bühnenshow gesehen zu haben. Das anwesende Publikum war meinem Empfinden nach noch schlimmer als das Wacken Publikum, über das hier so gerne gelästert wird. Die Preise waren einfach nur eine Frechheit. 5€ für ein WASSER!! Genauso die geringe Anzahl an Frauentoiletten und die Verkehrsabwicklung über gefühlt einen Feldweg. Wir sind zwar aufgrund unseres guten Parkplatzes innerhalb weniger Minuten vom Gelände gekommen, Kumpels von uns haben jedoch über drei Stunden gebraucht um überhaupt den überlasteten Feldweg zu erreichen.

Leider sind das zu viele Negativpunkte auf meiner Liste, um eine durchweg tolle Erinnerung an diesen Abend zu haben. Vielleicht sehe ich das auch zu eng, oder bin einfach verwöhnt durch andere, kleinere, tollere Veranstaltungen. Vielleicht kann man und sollte man so etwas auch nicht vergleichen. Ich bin etwas ratlos.
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Re: Maiden England 2013

Beitragvon Ram Battle » 2. Juli 2013, 14:18

Hofi hat geschrieben:Ein Sound war bei Ghost eigentlich nur zu erahnen, der Bass viel zu laut, die Gitarren und der Gesang viel zu leise, eigentlich war alles nur ein einziges, undefinierbares wabern. Oder lag es nur an unserem Standtort da Ram Battle ja schreibt, der Sound bei Ghost war klasse? Normalerweise kann man ja genau mittig zwischen Bühne und Mischpult nicht viel falsch machen. Schade, denn das erste Ghost Album mag ich eigentlich schon und hätte gerne etwas mehr von der Musik gehört. Naja.


Also wir standen bei Ghost rechts außen auf den Rängen relativ weit hinten sogar und da kam der Sound astrein an.

Zum Thema Publikum muß ich Dir allerdings recht geben. Normalerweise würden wir hier bei uns in Bayern sagen, das waren großteils Bauernfünfer, aber das wäre eher eine Beleidigung für den Berufsstand der Landwirte. Aber das ist heutzutage wohl einfach so. Darum meide ich seit Jahren Festivals wie Wacken und Konsorten, aber die großen Helden wie Maiden oder Metallica möchte man sich dann doch ab und an nicht durch die Lappen gehen lassen und da ist das Publikum wohl leider großteils mittlerweile ähnlich gestrickt. Hinter uns haben auch so Spacken gemeint, sie müssen sich mit Schlamm bewerfen und haben dann alle Unbeteiligten die drumherum standen gleich mal mit eingedeckt.
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Re: Maiden England 2013

Beitragvon Oliver/Keep-It-True » 2. Juli 2013, 14:51

ICh weiss schon, warum ich Hallenshows bevorzuge... :harrr:
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