Hugin hat geschrieben:Ich sag mal so, ich war dieses Mal mit einer Horde solcher "Bauernmetaller" vom örtlichen "Ü30-Jugendtreff" dort, genau die selben Leute, die auch immer in Balingen "zum Udo" gehen, und das war jetzt nicht die schlechteste Gesellschaft, die ich mir vorstellen kann. Klar, das sind keine in der Wolle gefärbten Undergroudspezialisten, aber die hören eben auch seit 25 oder 30 Jahren "ihre" Metalbands wie Manowar, Maiden, Priest, Accept und Doro, und da kennen sie auch so ziemlich jeden Ton auswendig. Von daher ist mir das bisweilen lieber als manch selbsternannte UG-Koryphäe, die vom Headliner immer nur das Zeug von den ersten beiden Alben hören wollen. Zumal die Leute - rein altersbedingt - oft recht entspannt und gemütlich unterwegs sind. Außerdem kennt man die Leute größtenteils 20 Jahre oder länger, und da ist das ziemlich cool, nach all den Jahren doch noch zusammen auf gewisse Konzerte gehen zu können, auch wenn sie den Trip ganz tief hinein in die Metalwelt nicht mitgemacht haben und heute nur noch "Wochenendmetaller" sind.
Ich glaube die Leute hat auch keiner gemeint hier und die hat doch wahrscheinlich jeder irgendwo im Bekanntenkreis oder kennt man eben von Konzerten alteingesessener Bands wie Saxon, Axel Rudi Pell, U.D.O. usw. Die holen im Sommer ihre Harley raus, hören immerhin AC/DC, Priest und Maiden und sind doch in der Regel friedlich und in Ordnung.
Denke es ging eher um die üblichen Verdächtigen, vorzugsweise in Rock am Ring-, Onkelz- oder Rammstein-Shirts, die auf Festivals 95% der Zeit damit verbringen sich am Zeltplatz vollaufen zu lassen, lustige Wikingerhelmchen zu tragen oder sich bei Regen im Schlamm zu suhlen.
Auch ich habe mich wie der Killmister einfach mittlerweile damit abgefunden, nehme das bei dem ein oder anderen Konzert mir wichtiger Bands in Kauf, mache einen Bogen um diese Leute und habe trotzdem meinen Spaß. Trotzdem meide ich Veranstaltungen wie Wacken & Co., wo es einfach gar nicht mehr möglich ist dieser vielzahl an Honks überhaupt aus dem Weg zu gehen.