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Verfasst:
21. August 2004, 14:49
von Ulle
Ich fand damals die erste Threshold richtig gut, die zweite ganz o.k., hab' dann in die dritte reingehört und fand das ganze nicht sonderlich überzeugend. Was die Band danach getrieben hat, war für mich daher -trotz der immer sehr guten Kritiken- eher uninteressant, um nicht zu sagen ging mir am Arsch vorbei. Hatte Threshold dann mal live gesehen (zusammen mit Ark, nur wegen denen bin ich hin) und fand sie auch alles andere als berauschend, einfach nur langweilig und ohne jegliche Power.
O.k., das war die Vorgeschichte.
Jedenfalls höre ich gestern nur so nebenher in's neue Album Subsurface rein und plötzlich macht es Klick und ich bin total begeistert. Finde die Platte äußerst stark und der Opener "Mission Profile" bringt mich echt um den Verstand. Die Gesangslinien im Pre-Chorus und Chorus hauen mich weg, habe in diesem Jahr noch keine so geile Melodie gehört. :rolleyes:
Jetzt meine Frage: Kennt sich jemand mit der Band aus? Ist die neue nur ein "Ausrutscher" oder war ich blind? Was muss ich haben? Die "Hypothetical" oder wie die heisst soll anscheinend klasse sein...wer weiss was?

Verfasst:
21. August 2004, 15:05
von Storch
Also ich hab auch nicht alles von Thrashold.
Die Erste habe ich mir damals gekauft und finde sie heute immer noch wirklich sehr gut.
Mit der Neuen geht es mir wie dir.
Die ersten drei Durchläufe fand ich die Scheibe sehr durchschnittlich. Doch auf dem Weg nach Slowenien wurde ich süchtig nach dem Teil. Unglaubliches Songwriting (progressiv und trotzdem sowas von eingängig und kompakt arrangiert). Die meist überlangen Songs kommen mir richtig kurz vor.
Dieses Album ist ganz grosse Metalkunst.
PS: Deine Frage kann ich dir leider auch nicht beantworten

.

Verfasst:
21. August 2004, 15:25
von Ernie
Zumindest die Platten mit "Mac" am Mikro sind sich stilistisch und qualitativ eigentlich alle sehr ähnlich. "Hypothetical" ist IMO die stärkste, müßte ich unter Prog Metal auch reviewt haben, wenn ich mich recht entsinne.

Verfasst:
21. August 2004, 18:50
von Michael@SacredMetal
Hey Ulle!
Du brauchst unbedingt noch die "Critical Mass", die Vorgängerscheibe von "Subsurface". War für mich eines der Highlights des Jahres <a href='http://www.sacredmetal.de/index.php?page=playlist/2002' target='_blank'>2002</a> - da sind hammermässige Melodien drauf, das glaubst du kaum.
Die neue ist auch wieder sehr, sehr gut geworden...
Freu mich, dass du "zurück" zur Band gefunden hast...
M.

Verfasst:
21. August 2004, 19:45
von New Age Rebel
Ist schon komisch wie sich die Dinge manchmal gleichen. Die erste war super, die zweite ok und seitdem hab ich die Band links liegen gelassen. Die neue will ich nun aber auch unbedingt haben. Möchte gar nicht wissen wieviele gute Scheiben mir so durch die Lappen gehen. Ist mir so bei "Stratovarius" gegangen. Nach der 4. Scheibe hab ich mich verabschiedet, 10 Jahre nicht beachtet und vor ein paar Monaten hab ich mir die "Visions" geholt und bin begeistert.

Verfasst:
21. August 2004, 20:07
von DarkCherub
Hm, also wenn ihr mich fragt haben Threshold eigentlich noch nie ne richtig schwache Platte abgeliefert. Für mich sind das alles durch die Bank Hammer Prog Platten, auch wenn die Messlatten zuweilen dann doch ein bisschen niedriger gelegt wurde.
Clone wurde hier übrigens noch nie genannt...unbedingt reinhören!
Meiner Meinung nach kannst du eigebntlich mit keinem Threshold Album was falsch machen. Ein bissel weniger sehr gut *g* sind höchstens die Alben Extintc Instinct und Psychedelicatessen.

Verfasst:
21. August 2004, 20:45
von Ulle
Du brauchst unbedingt noch die "Critical Mass", die Vorgängerscheibe von "Subsurface". War für mich eines der Highlights des Jahres 2002 - da sind hammermässige Melodien drauf, das glaubst du kaum.
Schon bestellt, freut mich, dass ich da mal wieder eine soooo unbekannte Band entdeckt hab'
Meiner Meinung nach kannst du eigebntlich mit keinem Threshold Album was falsch machen. Ein bissel weniger sehr gut *g* sind höchstens die Alben Extintc Instinct und Psychedelicatessen.
Dann werd' ich in den nächsten Wochen halt mal ein wenig Geld ausgeben müssen, tu's aber gerne, wenn ich noch mehr solche Hammersongs wie den o.e. Opener geboten kriege.

Verfasst:
23. August 2004, 23:34
von Lynott
THRESHOLD _ subsurface
Über die Prog-Metaller von Threshold noch irgendwelche Worte zu verlieren, ist mehr als nur überflüssig, denn wenn es um Beständigkeit geht, führt der Weg nur über die sympathischen Engländer. Ich kenne zur Zeit keine Truppe, die auch nur annährend so kontinuierlich gute Alben abliefert, wie die genialen Proggies. Wer dachte, Alben wie ?Clone? (1998) oder ?Critical Mass? (2002) wären in Sachen Songwriting und Perfektion nicht mehr zu toppen, sollte sich mal den aktuellen Silberling ?Subsurface? der Briten zu Gemüte führen ? geht es noch genialer?! Was Gitarrist Karl Groom und seine Freunde hier abgeliefert haben, ist kaum noch in Worte zu fassen. Die Band schafft es auf unglaubliche Weise, ein besonderes Spiel zwischen Härte und Gefühl zu inszenieren. Gleich der achtminütige Opener ?Mission Profile? mit seiner treibender Gitarre ist das beste Beispiel hierfür und überzeugt mit seinen fetten Gitarren-Riffs und den unglaublich eingängigen, mehrstimmigen Chorus. ?Subsurface? kommt auf eine Spiellänge von knapp 60 Minuten, und jeder einzelne Song ist eine Offenbarung in sich selbst. Würde ich jetzt hier jeden einzelnen Song ausführlich besprechen, würde sicherlich, aufgrund meiner Euphorie, der Server nicht mehr langen. Ich picke mir deshalb mal das groovig beginnende ?Opium? raus, welches das Genre Prog komplett abdeckt. Die Nummer ist einfach nur genial aufgebaut (midtempo-flott-progressive verspielt) und die famosen Piano Parts zu den bombastischen Refrains (die Vocals von Andrew McDermott sind nicht nur hier überragend gut) lassen einen ins Träumen geraten. ?Pressure? und ?Static? dagegen kommen wesentlich straighter um die Ecke und dürften jedem Metaller gefallen, auch wenn man kein Fan dieser Band ist. Ein besonderes Ohr sollte man auf die Zeile: ?I Know ? I Want You To Know Who I Am Now ? I Want You To Know Me? legen, denn diesen genial ins Ohr gehenden Chorus wird man soll schnell nicht wieder los ? das Teil setzt sich richtig im Gehörgang fest. So, nun habe ich das neue Werk von Threshold aber genug abgefeiert (zurecht) und kann euch nur raten, die derzeit beste Prog-Band mit einem Kauf zu unterstützen, denn perfekter geht es nicht!